ZAHNÄRZTE

Zahnärztliche Schnarchtherapie

Die Basis für einen Tag an dem wir gut erholt und voll leistungsfähig sind ist ein gesunder Schlaf. Wenn wir nicht gut schlafen kann das negative Auswirkungen auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit haben. Viele Menschen schnarchen und stören damit
nicht nur die gemeinsame Nachtruhe. Sie mindern die Schlafqualität des Mitschläfers und stören seinen Schlaf um bis zu 90 Minuten in der Nacht. Für den Schnarchenden selbst stellt die Schlafapnoe eine lebensbedrohliche Schlafstörung dar.

Wodurch ensteht das Schnarchen?
Während der Wachphase sorgen verschiedene Muskeln dafür, daß die oberen Atemwege offen gehalten werden. Durch die Entspannung der Muskulatur während des Schlafs kommt es zu einer Verengung des Rachenraums. Die Luftmenge, die benötigt wird, muß mit großer Geschwindigkeit angesaugt werden. Durch Vibration und Schwingung von Muskulatur und Weichteilen im verengten Rachen entsteht das Schnarchgeräusch. Die Entspannung der Muskulatur während des Schlafs führt zu einem Zurückfallen des Unterkiefers mit der Zunge wodurch der Atemweg eingeengt wird.
Verschiedene Faktoren wie geringe Gewebespannung, Übergewicht, große Rachenmandeln (Tonsillen), ein langer weicher Gaumen und ein langes, vergrößertes Zäpfchen (Uvula) begünstigen die Einengung des Rachens. In der Bevölkerung ist Schnarchen ein weitverbreitetes Problem und nimmt mit dem Alter erheblich zu. 60% der Männer und 40% der Frauen über 60 Jahre schnarchen, bei den 30 jährigen sind es erst 10% der Männer und 5% der Frauen. Schnarchen kann harmlos sein (primäres Schnarchen); wenn es aber beim Schnarchen zu Atemaussetzern kommt kann dies lebensbedrohliche Konsequenzen haben.

Wir unterscheiden:

  • Obstruktives Schnarchen
  • das obstruktive Schnarchen führt zu einer spürbaren Reduzierung des Atemflusses infolge inkompletter Verlegung der oberen Atemwege um 50%
  • Obstruktive Schlafapnoe = Schlaf mit Atmungsaussetzern


Diese Schlafstörung ist durch zeitweilige Atemstillstände von länger als 10 Sekunden mit einem völligen Verschluß der oberen Atemwege gekennzeichnet. Die Folge ist eine mangelnde Sauerstoffversorgung im gesamten Blutkreislauf sowie im Gehirn.

Die Atempausen werden im Gehirn des Schlafenden registriert und führen zu ständig wiederkehrenden unbemerkten Weckreaktionen (Arousal), die den Patienten vor dem Ersticken bewahren. Zwar sind die Weckreaktionen nur kurz, stören aber den erholsamen Tiefschlaf und schränken dadurch die Leistungsfähigkeit am Tag erheblich ein.

Folgen einer Schlafapnoe:

  • Tagesmüdigkeit (Leitsymptom), rauher, trockener Hals,nächtliches Schwitzen, unruhiger Schlaf, nächtliches Herzrasen
  • Bluthochdruck, Herzrythmusstörungen
  • erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko
  • Sekundenschlaf beim Autofahren und am Arbeitsplatz
  • Persönlichkeitsveränderungen (Isolation)
  • Mißerfolg im Beruf und ständige Müdigkeit können zu Depressionen führen
  • Konzentrationsstörungen und Lustlosigkeit
  • morgendlicher Kopfschmerz
  • Absenkung der Sauerstoffsättigung im Blut bis auf Werte um 60%
  • reduzierte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit
  • mögliche Impotenz
  • die Lebensqualität wird eingeschränkt und die Lebenserwartung gesenkt


Behandlung mit Zahnschienen
Heutzutage werden sowohl einteilige Kunststoffschienen als auch einstellbare Zweischienen-Systeme verwendet, die eine stufenlose Vorwärtseinstellung des Unterkiefers zum Oberkiefer ermöglichen. Sie halten den Unterkiefer, Zunge und Gaumensegel während des Schlafs vorn um den Rachenraum weit zu öffnen. Die schlaffen Rachenmuskeln werden stabilisiert, die Lunge wird genügend mit Luft versorgt um das Blut ausreichend mit Sauerstoff zu sättigen.

Das nächtliche Schnarchen kann in über 95% reduziert werden; zudem sind sie auch bei leicht- bis mittelgradiger Schlafapnoe einsetzbar. Angestrebt wird das Ausbleiben der Weckreaktion, damit Sie und Ihr Partner nachts ruhiger und erholsamer schlafen können.

Schnarchschutz